Dieser Reisebericht umfaßt einen Zeitraum, der genau dem des Jahres 2016 entspricht, nämlich Ende November bis Anfang Dezember.
Vorweg gesagt: In Tunesien hat sich in diesen 2 Jahren nicht viel geändert und darum verweise ich ausdrücklich auf den damaligen Reisebericht hier im Forum. Alles, was dort geschrieben wurde, gilt auch heute noch, es sei denn daß ich im Folgenden etwas anderes schreibe...
Flughafen Monastir
Anders als vor 2 Jahren ging die Reise diesmal über den Flughafen Monastir. Enfidha scheint nur noch für spezielle Fluggesellschaften oder Flüge eine Rolle zu spielen - denn wann immer ich mich in Sichtweite des Flughafens aufhielt, habe ich keine Starts oder Landungen dort bemerkt.
Auf dem Flughafen Monastir geht noch alles zu, wie früher, also ganz früher, vor 10 und mehr Jahren. Banken, Souvenirshops, Cafes, alles wie es immer schon war, und das schließt auch die Baustruktur, und überwiegend auch das Mobiliar des Flughafens, mit ein.

Die Anbindung sowohl nach Monastir als auch nach Sousse ist ebenfalls unverändert - auf der Straße vor dem Flughafen, nur 200m Fußweg entfernt, halten Sammeltaxis und Linienbusse, sowie die S-Bahn in beide Richtungen. Die Taxis stehen vor den Eingangstüren und die Touristenbusse neben dem Eingang, ganz so, wie es immer schon war.
Als Individualreisender kommt man jedenfalls, ganz anders als in Enfidha, zu jeder Tag- und Nachtzeit vom Flughafen aus sowohl nach Monastir, als auch nach Sousse, und das für einen Fahrpreis von weniger als 1 Euro. Wer dagegen ein Hotel in Monastir-Skanes OHNE Hoteltransfer gebucht hat, der kann womöglich gleich hinüberlaufen, denn sämtliche Hotels befinden sich in der Sichtweite des Flughafens. Das nächste Hotel liegt nur 400 Meter entfernt, doch es gibt auch welche, die 7km entfernt liegen...
Tourismus in Sousse/Monastir/Port El Kantaoui
Auch hier gab es gegenüber vor 2 Jahren keine Änderung. Es waren kaum Touristen auf den Straßen unterwegs, am Strand bei um die 20 Grad und zum Teil kräftigem Wind noch weniger.
Daß Tunesien im Jahre 2018 wesentlich mehr Touristen hatte, als in den Vorjahren, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden und ist wohl einer kreativen Zählung geschuldet - und diese Einschätzung wurde auch von von der Mehrheit der Tunesier, die ich danach gefragt hatte, geteilt. Wenn es deutlich mehr Touristen gab, dann waren die nur im Sommer bzw. im Herbst da. Jetzt jedenfalls waren sie es nicht - und im direkten Vergleich zu zwei Jahren zuvor hatten diesmal sogar noch mehr Geschäfte geschlossen, als damals.
Die meisten der Touristen, die mir während meines Aufenthaltes begegneten, waren allerdings Deutsche, nur wenige Franzosen, kaum Engländer, Skandinavier oder Holländer. Sehr wenige Libyer und eine mäßige Zahl von Algerieren - insgesamt also so, wie es auch 2016 schon gewesen war.
Was gegenüber früher zugenommen hat, ist der "Langzeit-Urlaub", auch "Überwintern" genannt, also ein Daueraufenthalt von bis zu 6 Monaten, meist in der Zeit November-April. Früher wurde das vorwiegend auf Djerba angeboten, nun aber gibt es einen durchaus nennenswerte Anteil von deutschen Langzeit-(Rentner-)Urlaubern auch in der klimatisch etwas schlechter gestellten Region von Sousse/Monastir.
Kein Wunder, bei den angeboteten Preisen, denn da kann der in Deutschland während der 6 Winter/Frühjahrsmonate ersparte Strom- und Heizungsanteil alleine manchmal schon den gesamten Urlaub finanzieren, und das, wohlgemerkt, in einem Hotel!
Was die Hotels betrifft, so sind noch immer (oder zumindest für den Winter) diverse Hotels geschlossen bzw. als "Ruine" sichtbar, dies betrifft besonders Sousse und Monastir-Skanes.